Toni Kotziampassis ist nicht mehr Trainer bei Wacker Obercastrop
Mittwoch, 28. Oktober 2026 von Jens Lukas Toni Kotziampassis ist nicht mehr Trainer bei Wacker Obercastrop
Trainer Toni Kotziampassis hatte im Juli erst seine Arbeit beim Westfalenligisten SV Wacker Obercastrop begonnen. Nach 119 Tagen ist seine Amtszeit bereits wieder beendet. Der SV Wacker Obercastrop gab am Dienstag (27. Oktober 2026) bekannt, dass er und der 53-Jährige getrennte Wege gehen
Keine langen Amtszeiten bei Wacker Obercastrop mehr
Neuer Obercastroper Trainer wird Robert Wasilewski. Dieser wirkte zuletzt beim SC Obersprockhövel (bis März 2025) und bei der TSG Sprockhövel, ist UEFA-A-Lizenz-Inhaber und Vater von Wacker-Spieler Adrian Wasilewski.
Toni Kotziampassis war bereits schon einmal Trainer der Ersten Mannschaft von Wacker Obercastrop. Von Juli 2012 bis März 2014. Er folgte auf Dennis Hasecke (Juni bis Dezember 2014), der Uwe Esser beerbt hatte. Esser hatte das Amt vom Jahr 2000 bis 2012 bekleidet und den Klub in die Bezirksliga geführt. Danach gab es nur noch zweimal längere Phasen für Obercastroper Coaches: für Andreas Köhler (2 Jahre/bis Februar 2017) und Aytac Uzunoglu (5 Jahre/Februar 2017 bis Juni 2022).
Anschließend ging es stets sehr schnell: Christian Mengert trat nach drei Monaten (Juli bis Oktober 2022) zurück. Antonio Molina (Oktober 2022 bis Januar 2024) kehrte nach einem Jahr und drei Monaten ins Rheinland zurück. Björn Brinkmann übernahm für fünf Monate. Zouhair Allali (Juli 2024 bis Mai 2025) wirkte für zehn Monate. Das Duo Kevin Großkreutz/Jimmy Thimm (Mai bis September 2025) musste wegen einer sportlichen Misere nach fünf Monaten gehen. Molina kehrte für sieben Monate (Oktober 2025 bis April 2026) zurück. Danach wurde Kotziampassis verpflichtet
Solide sportliche Bilanz, unterschiedliche Vorstellungen
In der Pressemitteilung des SV Wacker zum Trainerwechsel Kotziampassis zu Wasilewski heißt es: „Der SV Wacker Obercastrop 29/65 e. V. und Antonios „Toni“ Kotziampassis gehen mit sofortiger Wirkung getrennte Wege. Die Entscheidung wurde Kotziampassis am 27. Oktober 2026 in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt.“
Kotziampassis hatte den SV Wacker im Sommer übernommen. Mit fünf Siegen, vier Unentschieden und drei Niederlagen aus zwölf Spielen ist die sportliche Bilanz in der Westfalenliga solide. Die Entscheidung zur Trennung beruhe daher nicht allein auf den Ergebnissen. Vielmehr hätten sich unterschiedliche Vorstellungen über die sportliche Ausrichtung, die Zusammenarbeit und den weiteren gemeinsamen Weg herauskristallisiert. Nach Gesprächen zwischen den Verantwortlichen und dem Trainer sei der Verein zu dem Entschluss gekommen, einen personellen Wechsel auf der Trainerposition vorzunehmen.
Der Verein habe sich diese Entscheidung angesichts der soliden sportlichen Bilanz nicht leicht gemacht, heißt es in der Pressemitteilung. Gleichzeitig gehörten unterschiedliche fachliche Einschätzungen und Vorstellungen zur Zusammenarbeit im Fußball zum Alltag. Wenn sich diese Vorstellungen dauerhaft nicht ausreichend miteinander vereinbaren lassen, müssten beide Seiten Konsequenzen ziehen.
